Verfall der Minecraft-Community ... oder doch nicht?

  • Guten Abend,


    da ich mir gerade sowieso schon den Aufwand gemacht habe eine zumindest teilweise differenzierte Analyse der Kausalitäten und ihrer gemeinsamen Wirkung für die Minecraft-Community schrieb, möchte ich hier eine umfassendere Diskussion zu diesem Thema anregen. Das Thema für den dieser Beitrag ursprünglich angedacht war wurde auf Wunsch des Autors (mutmaßlich aus Angst vor weiteren Dislikes) gelöscht, weshalb hier nun ein eigenes Thema draus entsteht. Hier erst einmal der Beitrag:



    Das ist ein wirklich schwieriges Thema, wie ich finde. Ich denke hier gibt es keinesfalls eine Antwort, die für jeden die korrekte Lösung darstellt, weshalb ich versuche so gut es geht für mich und aus meiner Perspektive heraus zu antworten. Dabei bin ich mir selbstverständlich darüber im Klaren, das hier einige nicht in allen Punkten übereinstimmen werden.


    Für mich als Administrator ist mein Blick natürlich sowohl auf die Entwicklung innerhalb der Community als Ganzes fixiert, als auch auf die Reaktionen der einzelnen Kontrahenten (Server/Netzwerke) darauf. Für mich zeichnet sich hier seit dem großen "PvP-Vorfall" (1.8) ein beunruhigender Trend ab, den md_5 (Spigot/SpigotMC/BungeeCord) meines Erachtens nach, äußerst treffend mit dem "Gefangenendilemma" beschrieb. Für diejenigen, die mit diesem Dilemma noch nicht vertraut sind (was wohl die eindeutige Mehrheit darstellen dürfte) versuche ich das Dilemma einmal mit wenigen Worten zu schraffieren:


    Zwei Gefangene (In md_5s Analogie die Spielercommunity und die Netzwerke) werden einer Straftat bezichtigt. Anschließend werden beide einzeln verhört, ohne das sie sich dabei absprechen können (Analogie: Kommunikation wird nicht versucht, größtenteils auch kommerziellen Ängsten heraus). Sofern beide leugnen erhalten sie jeweils eine geringe Strafe, Gestehen beide, erhalten beide eine hohe Strafe und gesteht nur einer von ihnen, so erhält er keine Strafe, der andere jedoch eine ungleich höhere. (Analogie: Versionswechsel wird mit dem Nichtvorhandensein von Servern oder dem ausbleiben von Spielern bestraft)


    Dadurch bemühen sich weder die Spieler auf eine neuere Version zu wechseln (da ja das Angebot noch längst nicht so ausgereift ist, wie es auf Version 1.8 der Fall ist), noch bemühen sich die Server (da sie fürchten die Spieler würden dann einfach auf einen anderen 1.8 Server wechseln). Dies ist eine wirklich prekäre Situation aus der eine Fraktion der Beteiligten zumindest teilweise den ersten Schritt machen muss. Was im Übrigen auch der Grund dafür ist, das wir uns seit geraumer Zeit darum bemühen viele unsere Energien in die Entwicklung neuer Mechaniken zu stecken, die umfassenden Nutzen aus den Features der neueren Minecraft-Versionen ziehen. Darüber hinaus engagiere ich mich stets auf Spielergruppen der "1.8-Verfechter" beispielsweise in Streams zu zugehen und damit eine offene Kommunikation mit der zukünftigen Community zu begünstigen.


    Denn so viele Spieler in ihrer Ohnmacht der Optionslosigkeit auch noch primär auf Minigame-Servern spielen, so erhalte ich mit unserem Konzept und unseren Bemühungen auch einen derartigen Zuspruch, dass es mich in meinen Überzeugungen bekräftigt. Ich denke also, das auch wenn es sicherlich einige Baustellen gibt, denen sich entsprechend angenommen werden muss, dass es einen aus dem aktuellen Verbleib der Minecraft-Community gibt. Das A und O ist meiner Auffassung nach sicherlich die Kommunikation. Denn nur im gegenseitigen Kontakt miteinander kann eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden. In meinem konkreten Fall habe ich beispielsweise mit duzenden, eisernen 1.8-Verfechtern darüber unterhalten was sie denn am meisten an den neueren Versionen störe, und bat sie dabei so differenziert wie möglich auf die einzelnen Änderungen einzugehen. Und mit den Resultaten aus diesen Gesprächen gehe ich dann wieder in die Entwicklung auf JustChunks, um diese Wünsche zu reflektieren. Dies ist, wie ich denke, der erfolgversprechendste Weg dieser Durststrecke in Sachen "Innovation" und Diversität zu begegnen.



    Nun abschließend noch der zugehörige Anstoß zur gewünschten Diskussion:


    Stimmt ihr mit den genannten Argumenten/Beobachtungen überein? Vertretet ihr abweichende oder vielleicht sogar gegensätzliche Auffassungen zu genannten Aspekten? Worin seht ihr die Kausalitäten/Ursachen für diese Entwicklung in der Community? Seht ihr (wie ich) eher das Licht am Ende des Tunnels oder wendet ihr euch lieber ab?


    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,

    Scrayos

  • Guten Abend,

    da ich gerade zufällig mal im Forum Online bin, möchte ich zu dem Thema auch mal meinen Senf dazu abgeben.

    Die Minecraft-Community ist Heute im Gegensatz zu vor 3 Jahren auf gut Deutsch gesagt für'n A****. Auf PvP-Servern wird nur noch auf Stats (KDr) "gespielt" und nicht mehr zum Spaß. Das finde ich persönlich sehr schade, denn wenn ich mich mal an den Anfang vom Hive-Hype erinnere, merke ich wirklich wie schlimm das mit dem Schwitzen geworden ist. Früher hat kaum jemand mit der Angel gespielt und wenn doch nicht um reinzuschwitzen, sondern weil man sich dadurch einen kleinen aber effektiven Spielvorteil sichern konnte. Heute machen manche ihre Angel kaputt, nur damit man ihnen nicht zu nahe kommt, also der Hauptverwendungszweck von der Angel ist nicht wie gedacht Angeln sondern andere Spieler nerven, was ich jetzt nicht so schlimm finde, wenn man es nicht damit übertreibt.


    Wenn sich Heute jemand Minecraft kauft, geht er sofort auf Gomme, Rewi (oder was es nicht noch alles an PvP-Servern gibt). Früher ist man zu 99% in eine Single Player Welt gegangen und hat sich mit seinem ersten Dirt-Haus beschäftigt und/oder sich erstmal mit der Steuerung auseinander gesetzt (ich hatte etwa ca. 15-30 Minuten gebraucht um die Steuerung auch nur annähernd zu verstehen). Jetzt lernen alle den Allgemeinen Kram über YouTube, stellen Sprinten auf "R" (oder was weiß ich), und gehen auf ein PvP-Netzwerk. Mein erster Server, auf dem ich je war, war ein Freebuild Server mit 32 Slots. Erst nach ca. 3 Wochen bin ich das erste mal auf einem anderen Server gewesen. Ich finde dies sehr bedauerlich, da Minecraft ursprünglich als Sandbox-Game entwickelt wurde, was zwar heißt, dass es vorgesehen ist mehrere verschiedene Spiele in einem Spiel zu vereinen, aber der Hauptpunkt lag eigentlich auf dem Bauen.


    Zu den Versionsstreitigkeiten zwischen den Spielern & Servern, möchte ich nur eines Sagen. Die Neuen versionen sind der größte Müll, da dies in meinen Augen (und auch in denen der meißten Minecraft-Spieler) kein Minecraft mehr ist. Ein erweiteter End-Kamp finde ich toll, Elytras sind eine Tolle spielerei, ein paar andere Blöcke, meinet wegen. Aber Geister, Hit-Cooldown oder Lamas, etc? Nein danke

    (Das ist meine Meinung dazu). Der Umzug von der 1.7 auf die 1.8 war schon eine Quälerei, wozu sich die Netzwerke stück für Stück gezwungen haben, aber die Spieler dann zwangsweise mitgezogen sind. Aber wenn man sich mal ehemals sehr beliebte Netzwerke wie z.B. Cytooxien mal anschaut, wo man nur mit der Neuesten Version rauf kann (aktuell mit der 1.11 & 1.12) sterben aus. Früher noch halbvoll bis fast voll, heute 200-1000 Spieler (manchmal mehr, aber selten). Bei den neuen Versionen ist die Minecraft-Community stur, was ich persönlich auch schön finde, da Microsoft damit gezeigt wird, was für einen Müll sie dort entwickelt haben (ebenfalls meine Meinung).


    Früher wurden neue Updates ein Halbes Jahr vorher angekündigt, etc. Heute naja... Die 1.11 ist draußen, ui 3 Monate später ist die 1.12 dann auch schon draußen (kann schon länger sein, das war ein etwas übertriebenes beispiel, aber jedoch wahr). Was ich damit sagen möchte ist, dass Microsoft selber kaum etwas macht, damit es bekannt wird, dass neue Versionen rauskommen. Es sind zwar YouTuber wie z.B. SparkOfPhoenix da, die zu jedem neuen Snapshot ein Video Machen, aber mehr merke ich persönlich davon auch nicht.


    Dazu finde ich es schade, dass Minecraft in den Letzten Monaten, Jahren "verkiddiet" wurde, denn man merkt, was sich mit dem Alter der Spieler ändert.

    Es wird sehr viel mehr geraged. Wenn man mal jemanden irgendwo z.B. in SG tötet, kommt manchmal (nicht oft, aber oft genug) je nach Server eine FA (wenn man diese dann angenommen hat, dann eine MSG-Nachricht) oder eine MSG-Nachricht von dem Spieler, in welcher man beleidigt wird, etc. Wenn soetwas bei mir kommt, denke ich mir auch nur "Junge, MINECRAFT IST EIN SPIEL!", und ich merke, wie sch***e Traurig & armseelig die Minecraft-Community doch geworden ist.

    Dazu muss ich dann aber auch sagen, dass ich der PvP-Szene größtenteils den Rücken gekehrt habe. Wenn ich mal PvP Spiele, dann TTT oder EnderGames auf Gomme.

    Aber eigendlich bin ich ein SkyBlock-Spieler (ebenfalls auf Gomme), und ich habe einem Guten Freund beim aufbau eines SkyBlock-Server's geholfen.


    Irgendetwas wollte ich noch schreiben, ich weiß allerdings nicht mehr was.


    Nunja. Das wäre es von meiner Seite zu diesem Thema, ausser mir fällt diese eine Sache noch wieder ein.


    Liebe Grüße

    Nico.


    PS: Aiaiai. Ich wollte eigentlich nur ein paar Sätze zu dem Thema schreiben und könnte nun schon fast ein Buch davon verfassen. :/

  • Guten Tag,


    letztendlich finde ich schwierig, die Leute, die die 1.8-Version im Gegensatz zu den neueren Versionen präferieren, direkt als Innovationsverweigerer zu sehen. Es ist nun letztendlich so, dass durch die 1.9-Version ein komplett anderes PvP-System aufgesetzt wurde, was tatsächlich viele Leute einfach nicht wollen (und dazu gibt es sehr viele gute Gründe), aber die neuen Versionen nicht wirklich relevante neue Features bringen. Neben dem Kampfsystem wurde vielleicht neue farbige Betten oder Lamas eingeführt (vgl. http://minecraft-de.gamepedia.…onsgeschichte#Vollversion), die zwar nett sind, allerdings keine wesentlichen Erweiterungen darstellen noch Minecraft auf den Funktionsumfang eines Modpacks heben: Vor allem in diesen Aspekten sind die neuen Minecraftversionen nicht mehr so interessant, wie sie früher mal waren. Hier hat man wirklich noch sich auf die Neuerungen einzelner Versionen gefreut und es vor allem im Youtube-Bereich stets neue Videos gab (vergleiche Minecraft-Version-Vorstellung von z. B. Gronkh), die diese Funktionen präsentiert haben. Heute gibt es die auch, doch wenn ich einige Bekannte danach frage, welche Änderungen es denn in den neuen Versionen gäbe, wissen diese das schlichtweg einfach nicht. Auch ich musste erst einmal nachschauen, was es neues in Minecraft 1.12 gibt.


    Ein anderes Thema war einmal, dass zum Wechsel von der Beta 1.5-Version auf die Beta 1.6-Version der Bug zum Beschleunigen von Minecarts entfernt wurde. Ab diesem Zeitpunkt konnte man dann nur noch mit den in der Beta 1.5-Version eingeführten Boosterschienen die Minecarts beschleunigen. Dies wurde zwar von der Community kritisiert (da es teuer ist in Minecraft, Gold zu besorgen), dennoch haben alle Leute auf die nächste Version geupdatet. Auch die Einführung des Hungers in der Beta 1.8-Version wurde zwar kritisiert, allerdings hat die neue Version einige deutlich andere Spielelemente gebracht, die es ermöglicht haben, die Spieler von der neuen Version zu überzeugen. Doch vor allem bei den letzten Version gab es diese Neuerungen nicht mehr und die Interesse an dem Vanilla-Minecraft ist durch Modpacks und Minispiele stark zurückgetreten.

    In dem heutigen Fall (1.9-Update) ist zwar die Veränderung nicht viel gravierender als bei den anderen Versionen, doch sind die Neuerungen derart uninteressant, dass kein User wirklich die neuere Version will. Wieso sollte man das auch? Was bringt mir die 1.12 neben dem neuen PvP-System und den Lamas?


    Die wirkliche Innovation kommt schließlich nur von den Servern selbst. Man benötigt für ein neues Konzept kein Minecraft 1.12 oder farbige Betten, sondern viel eher ein gutes Gameplay, gute Maps und gute Ideen. Und dafür reichen die Möglichkeiten von den bisherigen Minecraft-Versionen vollkommen aus. Möchte man aber wirklich ein komplett umfangreicheres Spiel mit viel Technik und Magie haben, reicht Minecraft nach wie vor überhaupt nicht an die Modpacks heran, sondern der gesamte eigentliche Umfang (ohne der selbst hineingebrachte Kreativität) ist in wenigen Stunden komplett erforscht. Gelebt hat Minecraft eigentlich immer nur durch das eigentliche Spielkonzept, das sich durch die Einschränkung des Spielers durch die Blöcke dargelegt hat. Letztendlich kann man mit einer Beta 1.8 auch heute noch genauso viel Spaß haben, wie mit einer heuten Version. Gut, es gibt zwar Verzauberung und neue Blöcke, doch hat der Umfang Minecraft als Kernspiel noch nie ausgezeichnet. Die Einfachheit des Spiels war im Prinzip der eigentliche Grund, weshalb Minecraft so erfolgreich geworden ist. Das neue PvP-System steht genau gegenüber diesen Grundsätzen: Es ist sehr kompliziert, man kann zwei Sachen auf einmal tragen, es gibt kein Blockhitting mehr und die Mechanik ist deutlich schwieriger zu verstehen. Außerdem gibt es einen extrem großen Cooldown. Wieso sollte man dann darauf umsteigen?


    Ich sehe Minecraft eher als einen Art Baukasten: Ohne Inhalt ist es am Anfang ganz interessant zu spielen, doch wird es langweilig mit der Zeit. Man kann Minecraft mit verschiedensten Sachen füllen: Sowohl mit Mods oder Minigames oder auch Youtubeprojekten. Es ist fast alles möglich, was man mit Blöcken machen kann. Das ist der Grund, warum Minecraft so erfolgreich ist, aber auch der Grund, wieso einr eventuelle Einöde in der Minigame-Welt nicht durch die Version abhängig ist. Ein Spielmodus ala "Trouble in Mineville" macht heute genauso viel Spaß wie damals, wenn die Minecraftversion überhaupt einen Einfluss auf das Spielerlebnis hat, dann, wenn dann nur, durch das PvP-System (, wo das neue von den Usern nicht ankommt). Der Spielmodus "Zombie Apokalypse" von GommeHD.net allerdings ist in der Neuauflage überhaupt nicht bei den Nutzern belibet. Das liegt allerdings nicht an einer neuen Minecraftversion, sondern einzig und allein daran, dass das Spielsystem komplett verändert wurde. Hätte man nur eine leicht überarbeitete Version angeboten, wäre es bestimmt ein Erfolg geworden: Viele Leute haben sehr auf die Wiederveröffentlichung des Spielmodus gewartet, sie wurden aber enttäuscht. An diesen Beispielen sieht man sehr deutlich, dass Minecraft nur eine Art Framework für die Serverbetreiber ist, aber der Erfolg eines Server und von Minecraft an sich nur von den Inhaltsgebern, d. h. von den nicht bei Mojang sitzenden Minecraft-Programmieren, abhängig ist.


    Aus diesen Gründen sehe ich die belanglosen Minispielserver nicht als Folge des Gefangenendilemmas, da nicht die User den Content auf den Markt bringen, sondern einzig und allein die Server und Programmierer. Die Versionen, egal ob 1.8. oder 1.12, geben zwar ein wenig Spielraum in der Gestaltung von Minecraft für die Servergründer, allerdings ist die eigentliche Gestaltung von Minecraft (zumindest heute) nicht (mehr) von Mojang abhängig. Das ist sie nur dann, wenn gravierende Änderung in der Spielmechnanik vorgenommen werden, die der Spieler unabhängig von dem auf den Server angebotenen Content merkt.


    Das Wort zum Samstag Abend

    Mfg gabriel2029

  • Das ist wahrlich eine interessante Frage, mit welcher man etlich lange philosophieren kann.


    Ich sagte vor circa einem Jahr zu einem Kollegen, dass es sich doch eh nur noch um 1-2 Jahre handele, bis die Minecraft-Szene verfällt. So extrem sehe ich es jetzt nicht mehr. Ich konnte klar sehen, dass der Verfall, wie ich ihn zu der Zeit sah, nicht so stark ist. Dennoch entwickelt sich die Szene, meiner Meinung nach, nicht ins Positive, sowohl in qualitativer, als auch in quantitativer Hinsicht. Spieler werden schneller gereizt, beleidigend/aggressiv, arrogant, .... Ich glaube gar nicht, dass es an dem jungen Alter vieler Minecraft-Spieler liegt, sondern daran, dass viele Spieler sich gerade in der Pubertät befinden, in der Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, ... dazu gehören. Durch Kontakte innerhalb Skype oder Teamspeak möchten jüngere Mitspieler auch "cool" wirken und kommen dann vielleicht auf die Idee den pubertierenden Freund nachzumachen und kreuz und quer zu beleidigen, wo es einem nicht passt.


    Bei mir war es glücklicherweise so, dass zu dem Zeitpunkt als ich begann (glaube mit 12), ich gute Kontakte zu Teammitgliedern von Timolia hatte, die erstens mehr als 5 Jahre älter waren und zweitens sich auch schon diszipliniert verhalten haben. Da ich eine sehr ruhige Person bin und da auch nicht eine quitschige Stimme hatte, konnte ich mich schützen und gut integrieren.


    Aber wieder zurück zum Thema: Dadurch, dass viel beleidigt wird, verlieren viele (ältere) Leute die Lust am Spielen. Zudem kommen wir dann noch zum Punkt Innovationen: Es lässt sich nicht mehr viel realisieren. Wir schöpfen Tag für Tag Reserven aus dem Kreativitätstopf aus, aber langsam wird er leer. Folgen: Langeweile, Netzwerke können sich nicht mehr halten. Dadurch wird Minecraft in Zukunft (wahrscheinlich) auch noch viele Spieler verlieren.


    Wenn ich mir diese Punkte ansehe, glaube ich, dass die Existenz von großen Netzwerken (mit einer treuen und langjährigen Community) und die Minecraft-Community erhalten bleibt, aber ich glaube nicht, dass wir 2020 noch Minecraft als ein großes und innovatives Spiel ansehen können und wollen. Dafür wird auch die Konkurrenz von anderen Spielen zu groß.

  • Innovationen: Es lässt sich nicht mehr viel realisieren. Wir schöpfen Tag für Tag Reserven aus dem Kreativitätstopf aus, aber langsam wird er leer. Folgen: Langeweile, Netzwerke können sich nicht mehr halten. Dadurch wird Minecraft in Zukunft (wahrscheinlich) auch noch viele Spieler verlieren.

    Ich möchte mich auch zu den anderen Beiträgen detailliert äußern, empfand diesen Absatz allerdings als die Essenz dessen, wo unsere Ansichten am deutlichsten zu divergieren scheinen. Ich denke, das der "Kreativitätstopf" wie du ihn beschriebst nicht einmal im Ansatz erschöpft ist. Es gibt etliche und unzählige Konzepte und Ideen, die noch nicht ausgeschöpft wurden. Der einzige Grund warum du es empfindest, scheint mir die Einschränkung der Netzwerke zu sein. Die wenigsten trauen es sich neue Konzepte auszurollen; völlig neue Wege zu gehen.


    Lieber wird die tausendste Kopie eines Konzeptes mit diesem oder jenem Unterschied versucht anstatt den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Und genau hier sehe ich auch die aktuelle Limitation in puncto Innovation, die es bei den heutigen Netzwerken zu betrachten gibt. Ich denke nicht, das ich das Los auf einzigartige/innovative Features und Konzepte alleine gepachtet habe und so beschleicht mich der Gedanke, das sich einfach viele Administratoren nicht mehr trauen eigene Wege zu gehen. Sicherlich auch wegen der immer weiter sinkenden Ansprüche, die zukünftige Administratoren, an ihrer Server-Konzepte stellen. Und dies mag wiederum mit dem sinkenden Alter in der Szene korrelieren. Dennoch macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach wenn man sagt: "Es kann bald keine Innovation mehr geben." - denn dem widerspreche ich entschieden.


    Während Administratoren in der Vergangenheit noch Experimente wagten, neue Wege gingen und weitestgehend unabhängig von anderen Servern waren (durch das Nichtvorhandensein von "ikonischen" Servern wie Hypixel, Mineplex und GommeHD), wird sich heute für meinen Geschmack viel zu sehr an anderen, kommerziell erfolgreichen Ideen orientiert, weshalb die Individualität allzu oft auf der Strecke bleibt. Ich möchte dies hier keinesfalls Schwarzmalen und bin auch nicht der Meinung, dass dies der finale Zustand der Server-Szene sein wird. Ganz im Gegenteil: Ich erwarte eine Renaissance der Kreativität im Server-Sektor. Viele Spieler distanzieren sich mittlerweile vom Spiel und klagen über die verschiedenen Probleme die sich ihrer Meinung nach angesammelt haben. Doch ich denke, dass sich mit dem Vertrauen darin, das unkonventionelle, innovative Konzepte auch weiterhin gewollt sind und entsprechend gewürdigt werden, auch in Zukunft große Erfolge erzielen lassen. Die Minecraft-Community ist meines Erachtens nach längst nicht so fest gefahren wie es den Eindruck macht. Viele sehnen sich nach Neuerungen und bisher Unbekanntem und das gibt Visionären und Menschen mit einer einzigartigen Idee auch weiterhin die Möglichkeit hervorzutreten.


    Die neuen Minecraft-Updates sorgen zudem - zumindest bei mir - immer für eine wahre Ideenflut an Dingen die man damit umsetzen oder verbessern könnte. Und genau diese Ideen sind es doch, die eigentlich für neuen Wind auf dem Servermarkt sorgen können.

  • Guten Abend,


    Es wird sehr viel mehr geraged. Wenn man mal jemanden irgendwo z.B. in SG tötet, kommt manchmal (nicht oft, aber oft genug) je nach Server eine FA (wenn man diese dann angenommen hat, dann eine MSG-Nachricht) oder eine MSG-Nachricht von dem Spieler, in welcher man beleidigt wird, etc. Wenn soetwas bei mir kommt, denke ich mir auch nur "Junge, MINECRAFT IST EIN SPIEL!", und ich merke, wie sch***e Traurig & armseelig die Minecraft-Community doch geworden ist.

    Genau diese Entwicklung ist bei nahezu allen Spielen zu beobachten, bei denen das Spiel wettkampfähnliche Züge angenommen hat (Call of Duty, League of Legends, etc.). Dies ist ein Phänomen, das sich nicht nur auf das "virtuelle Leben" beschränkt. Gerade bei Fußball beispielsweise häufen sich die Berichte in den letzten Jahren, in denen es um Schlägereien bei Kreisklassenspielen geht. Vom Profifußball wollen wir garnicht erst anfangen... Meine Theorie zu dem Thema ist, dass sich die Verlierer in ihrer "Würde" verletzt sehen und ihre Würde wiederherstellen wollen. Dieses Thema ist also eher ein Menschheitsproblem als ein Problem von Minecraft.


    Nun aber zur Entwicklung von Minecraft:
    Minecraft ist seit jeher ein Spiel, das gezielt dafür existiert um Verändert zu werden. Die Erfolge sind seit jeher nur Leitfäden und keine Story, wie es bei anderen Spielen der Fall ist.

    Die Leute die Minecraft spielen sind also selber verantwortlich dafür, was sie mit Minecraft machen. Mojang hat über die Jahre immer mehr Funktionen hinzugefügt, die es Mapmakern, Server-Besitzern, sowie sonstigen Minecraft-Benutzern ermöglichen sollte das Spiel nach seinen Vorstellungen zu modifizieren. Unter anderem kamen neue Redstone-Blöcke hinzu. Auch die Entwicklung von Custom Serversoftwares haben sie jahrelang geduldet und dulden dies immernoch. Auch wurden abgesehen von Redstone weitere Features hinzugefügt wie Texture Packs, nun Resource Packs, einige neue Befehle und ganz aktuell werden custom advancements und functions unterstützt. Klar es gibt Dinge, die dies nicht so gut aufzeigen, aber im Prinzip soll Minecraft ein Sandbox-Game sein und bleiben. So unterstützt Minecraft auch einige Map-Maker.


    Ich kann der Beobachtung von Scrayos nur zustimmen, dass ein Großteil neuer Minecraftserver nurnoch aus Geldgier heraus entstehen, als aus Spaß an der Sache.

    Dennoch wird Minecraft sicherlich für einige Zeit noch ein Sandbox-Spiel für die heranwachsenden ITler sein ;)


    Freundliche Grüße

    BloodSKreaper

  • Ich kann der Beobachtung von Scrayos nur zustimmen, dass ein Großteil neuer Minecraftserver nurnoch aus Geldgier heraus entstehen, als aus Spaß an der Sache.

    Minecraft PvP wird auch leider nicht mehr aus Spaß gespielt, sondern auf Stats *Traurig*.

  • Stimmt! Viele Minecraft Server schliessen, weil sie keine Spieler mehr bekommen. Viele sagen, dass 0815 zu 0815 sind. Aber da diese Server größtenteils nicht mehr existieren, wäre die einzige Möglichkeit die 0815 Server neuaufzubauen. Mit 0815 Servern mein ich die Survival Server(finde ich persönlich sehr spannend) aber leider auch die Game Server, welche mir nicht so gefallen, da dies vom eigentlichen Spielzweck vorbei geht.

    Den einzelnen wirklichen Survival oder Freebuild Server den ich gefunden habe mit dem ich mich "vereinbaren" kann wäre z.B. CultCraft.DE oder vielleicht noch der offizielle spigot test server

    Wenn man sich die ganzen Serverlisten anschaut sind dabei 99% PVP, Game, SkyPvP oder FFA Server. Aber es gibt sehr wenige Server bei dem das Ziel ist Erfolge/Advancements zu bekommen oder eine Stadt aufzubauen.


    Was ich außerdem hasse sind diese Clan- bzw. Gildensysteme die ihre eigene Twitter Seite oder Website haben. Dabei frag ich mich wirklich wieso man eine Website für einen Clan braucht.


    Ich bin einer von wenigen, die die neuen Updates von Minecraft mögen, weil wirklich als Ziel nicht das PVP gesetzt wird sondern das erkunden der Welt.


    Freundliche Grüße

    Robin

  • Nun trage ich mal meinen Teil bei nach den vielen sehr ausführlichen Beiträgen, die hier bereits geschrieben wurden.


    Ich bin auch der Meinung, wie hier ich denke die überwiegende Meinung ist, dass das neue PVP System die Community spaltet. In die die sich daran gewöhnt haben / wollen und die "Schwitzer" die das Spiel nur wegen PvP spielen. Diese Spaltung wiederum führt zum Aussterben von Server weil niemand gerne nur gegen Schwitzer spielt auch Schwitzer nicht und so verliert jeder PvP basierte Server langsam Spieler.


    Zu der Aussage

    Zu den Versionsstreitigkeiten zwischen den Spielern & Servern, möchte ich nur eines Sagen. Die Neuen versionen sind der größte Müll, da dies in meinen Augen (und auch in denen der meißten Minecraft-Spieler) kein Minecraft mehr ist. Ein erweiteter End-Kamp finde ich toll, Elytras sind eine Tolle spielerei, ein paar andere Blöcke, meinet wegen. Aber Geister, Hit-Cooldown oder Lamas, etc? Nein danke

    (Das ist meine Meinung dazu). Der Umzug von der 1.7 auf die 1.8 war schon eine Quälerei, wozu sich die Netzwerke stück für Stück gezwungen haben, aber die Spieler dann zwangsweise mitgezogen sind. Aber wenn man sich mal ehemals sehr beliebte Netzwerke wie z.B. Cytooxien mal anschaut, wo man nur mit der Neuesten Version rauf kann (aktuell mit der 1.11 & 1.12) sterben aus. Früher noch halbvoll bis fast voll, heute 200-1000 Spieler (manchmal mehr, aber selten). Bei den neuen Versionen ist die Minecraft-Community stur, was ich persönlich auch schön finde, da Microsoft damit gezeigt wird, was für einen Müll sie dort entwickelt haben (ebenfalls meine Meinung).

    Ich bin da anderer Meinung nach wie vor ist Minecraft ein Sandbox-Game mit großer Gewichtung auf Abenteuer. Wozu würde man sonst Tempel im Jungel oder Pyramiden in der Wüste in das Spiel einbauen und ich bin immer hoch erfreut wenn ich in den Patch-Notes lese neuer Dungeon oder neue Mobs weil sie das Spiel wieder "auffrischen" und dich neues Erkunden und Erforschen lassen.


    Ich muss gestehen ich habe seine sehr lange Zeit nicht mehr Minecraft gespielt nahezu 1 Jahr nicht mehr, einfach weil es langweilig geworden ist.

    Jedoch habe ich nie den Fokus verloren, was geht in der Minecraft Szene welche Updates gibt es. Und ich habe mir den Livestream der Minecon angeschaut und da war der Entschluss gefasst das Aqua-Update spielst du wieder, weil es coole neue Physics gibt und wunderschöne Unterwasserlandschaften und Ruinen und Schiffswracks, Ertrunkene Zombies etc. Ich denke die meisten kennen das Update :D

    Und ich erfreue mich einfach daran diese Dinge zu erkunden und sie kennenzulernen.

    Das liegt wohl zum Teil daran das ich Minecraft wie JumpingPxl kennengelernt habe, auf einem kleinen damals noch Cracked Server, mit maximal 15 Spielern und der einzige PvP Aspekt war wenn jemand deine tief im Boden vergrabene Base gefunden hat. Und versucht dein Zeug zu klauen :D Protection- und Grundstücksplugins gab es da noch nicht oder waren so unbekannt das sie niemand nutze :D


    Ich überlege oft ob ich einfach mal einen für jeden verfügbaren Server mache auf dem man einfach Vanilla spielt doch dann fällt mir wiederum ein... MOMENT das hier ist Minecraft ... eine der mitunter Top Community's wenn es darum geht anderen den Spielspaß zu verderben :(

    Ich rede von Griefern mit hochentwickelten Hacks. Wenn man die noch besser entwickelt, können die irgendwann direkt eine SQL Injektion machen :D und deine Stats auf TOP boosten :D

    Dann gibt es auch Leute die nicht damit klar kommen, das auch wenn du alles kaputt machen kannst oder klauen, es nicht zu tun weil es den Spielspaß verdirbt. Ein bisschen Trollen ist ja noch in Ordnung, ich meine Spaß muss sein aber in Maßen :/

    Und so komme ich jedes mal wieder zum Entschluss es sein zu lassen, weil es kein Spaß wäre, man bräuchte dann wieder Plugins und Protection und schon wird einem diese komplette Freiheit genommen, was ja gerade das ist was Mojang mit diesem Spiel den Spielern geben will die Freiheit zu tun und zu lassen was sie wollen.


    Nun hat aber auch ein reiner Vanilla Server Nachteile wenn du eine eingespielte Community hast die sich versteht ohne andauernd zu Griefen etc. und dann seit über einem Jahr auf dem Server spielt und dann kommt ein neuer Spieler... und da fangen die Probleme an entweder er baut einfach eine Millionen Blöcke weit weg um nicht so dem Spielfortschritt nachzuhängen oder er bekommt direkt Full-Dia und 1 Millionen Eisenbaren geschenkt. Wenn er weit weg baut kann er auch gleich wieder den Server verlassen, weil er dann nie wirklich in die Commmunity passt und das mit dem Schenken ... bitte ich spiele das Spiel ja nicht wegen dem Ziel, in Minecraft ist der Weg das Ziel.


    Zum Thema Gefangenendilemma:


    Daran ist zu 90% die Art wie Minecraft entwickelt ist Schuld. Es bietet einfach keine Plattform an um sich zu sich / seinen Server zu promoten und das können die 100.000 Serverlisten auch nur in gewissem Maß machen da diese oft verfälscht werden durch Votebelohnungen oder manche sogar sich bezahlen lassen damit der Server ganz oben steht. Niemand sucht auf Seite 1832 nach einem guten Survival Server :D


    Würde man wie bei vielen FPS eine Art Liste mit "Custom Games" alias Servern haben und kann diese einfach nach Alphabet oder nach Spieleranzahl sortieren. Und sie als Favoriten markieren, würden die Spielermassen sich mehr auf die Server verteilen.

    (Vielleicht sollte Mojang dann direkt die Server mit 80k "!" im Namen am Anfang sperren, das wird selten ein qualitativer Server sein :D)


    Meine finale Meinung:


    Mojang sollte mehr Wert auf das Wort seiner Spieler legen schließlich entwickeln Sie das Spiel ja nicht für sich selbst zum Spielen. Außerdem sollten Sie öfter einige bekannte Mods in Ihre Entwicklung mit aufnehmen den die Community kann immer noch am besten einschätzen was Sie im Spiel wollen und was nicht.

    Ich rede hier nicht von Flugzeugen oder Panzern ich rede von Tieren (Aqua Update ist ein Anfang) mehr Pflanzen Arten vielleicht zufällig passierende Events wie ein Wirbelsturm der einen ganzen Wald durchpflügt oder Lawinen etc.


    Minecraft ist Abenteuer das ist was Minecraft ausmacht und immer ausgemacht hat. Erleben, Erkunden, Bauen, und am wichtigsten Spaß haben.


    Wer in Punkten eine andere Ansicht hat ... würde mich freuen eure Meinung zu hören.


    Grüße Maxi

    If you are homeless ... just buy a house, duh!

    and if you wanna have a plugin matching your conditions ... just code it yourself!