NC Entscheidung - BGH

  • Hallo,


    da ich in letzter Zeit ein Gerichtsverfahren des BGH sehr aufmerksam verfolgt habe, würde ich gerne mal um eure Meinung bitten.

    Es hatte ein Medizinstudent geklagt, dass er nichts fürs Medizin Studium angenommen wurde, obwohl er mehrjährige Erfahrung als Rettungssanitäter hatte.

    Jetzt musste der BGH darüber entscheiden, ob der NC (Numerus Clausus, Also Abiturdurchschnitt) als größtes / einziges Entscheidungskriterium verfassungsrechtlich zu beanstanden ist.


    Die Richter kamen dann zur Entscheidung, dass das aktuelle Auswahlverfahren teilweise nicht verfassungskonform ist.


    Das Urteil zusammengefasst (Ja, ich habe es gelesen ^^):

    • Beim Medizinstudium muss mindestens ein weiteres Auswahlkriterium nehmen dem Durchschnitt genommen werden, werlches höher gewichtet wird.
    • Das Kriterium der Ortswahl ist in den meisten Fällen nicht mehr gerechtfertigt.
    • Die 20% "Abiturbestenquote", also die 20% nur aufgrund ihrer Note, sind nicht verfassungsrechtlich zu beanstanden.
    • Wer bereits eine "Fachnahe" Berufsausbildung oder - tätigkeit besitzt, muss bevorzugt werden.
    • Beim Vergleich der Abiturnoten muss in Zukunft mit einem bestimmten Verfahren sichergestellt werden, dass Ungleichheiten durch die Unterschiede im Abitur durch z.B. einen Multiplikator ausglelichen werden
    • Es ist weiterhin erlaubt eine Vorauswahl der Bewerber zu treffen, jedoch darf die Ortspräferänz dort keine Rolle spielen.
    • Stress- und Studierfähigkeittests sollen elementarer Bestandteil des Auswahlverfahrens werden


    Mich würde eure Meinung zu den Änderungen interessieren.

    Glaubt ihr, dass diese Änderungen für mehr Gleichheit bei den Studierenden sorgen wird, oder hilft es aus eurer Sicht garnicht?